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Er hoffe einfach, dass Caster Semenya SA im m-Final einen Hammer-Weltrekord auf die Bahn des Olympia-Stadions knalle. Zwei oder drei Sekunden schneller als die ,28 Minuten von Jarmila Kratochvilova, die seit 33 Jahren unerreicht sind. Das sagt Helmut Digel, der jährige deutsche Sportwissenschaftler gestern zu BLICK.


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Der Antrag der intersexuellen m-Läuferin Caster Semenya wird vom TAS abgelehnt.

Birgit
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Er hat gefordert, dass die Studie zurückgezogen wird, etwa weil einige Leistungszeiten dupliziert wurden, andere Zeiten nicht in den offiziellen Wettkampfergebnissen existierten und weil wegen Dopings disqualifizierte Athleten Teil des Datensatzes waren.

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Das regte die Diskussionen um den Grenzwert erneut an. Danach sagte sie der Presse: »Jeder konnte sehen, dass es zwei verschiedene Rennen waren. Weil ihr Wert nicht zur Norm passt, darf Semenya per Definition des Verbands nicht als Frau antreten. Jedenfalls nicht wie bei einem Mann. Es galt noch für alle Leichtathletinnen und lag bei zehn Nanomol pro Liter.

Sie setzten die Bestleistungen, die männliche und weibliche Athleten bei den Weltmeisterschaften und erzielt hatten, in Verbindung mit deren Testosteronwerten. Caster Semenya ist eine Weltklasse-Sportlerin. Bermon argumentierte in »Nature«, er räume Kritik an der Entscheidung ein, die Meter einzubeziehen, begründet es aber damit, dass Athleten, die im Mittelstreckenlauf antreten, oft auch die längere Distanz laufen. Der Grenzwert gilt für Läufe über Meter bis zu einer Meile Meter. Doch im Herbst verzichtete sie auf die Teilnahme an der WM und auch bei den Olympischen Spielen in Tokio wird sie nicht dabei sein.

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Bei den Olympischen Spielen im Jahr ergab sich eine besondere Situation: Alle Medaillengewinnerinnen der Meter-Disziplin waren mit hoher Wahrscheinlichkeit intersexuell. Mehr Testosteron darf man nicht im Blut haben, um bei internationalen Wettkämpfen in der Frauenkategorie starten zu dürfen. Dazu zählen Testosteron sowie künstlich hergestellte Abkömmlinge des Steroidhormons, die muskelaufbauend wirken, auch anabol genannt.

War es also im Sinne der Chancengleichheit notwendig, eine Regel einzuführen? Die Konzentration des Hormons liegt bei Frauen etwa bei 0,12 bis 1,79 und bei Männern zwischen 7,7 und 29,4 Nanomol pro Liter Blut.

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Die Richter des CAS bestätigen sogar, dass die Regel diskriminierend sei. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass Frauen mit höheren Testosteronwerten je nach Sportart um bis zu 4,5 Prozent bessere Leistungen erbrachten. Meist fällt erst in der Pubertät, wenn die Periode ausbleibt, auf, dass es zwar eine Scheide, aber weder Eierstöcke noch eine Gebärmutter besitzt. Bermon sagt, er und seine Kollegen hätten einen Brief veröffentlicht, der einige dieser Probleme anspricht, aber Pielke bleibt unzufrieden.

Laut einer Studie vom Zentrum für Präventive Dopingforschung an der Sporthochschule Köln sind 87 Prozent der leistungssteigernden Mittel, die auf dem Schwarzmarkt oder vom Zoll sichergestellt wurden, anabole Steroide. Ob das Hormon seine mannigfaltige Wirkung entfalten kann, hängt davon ab, wie gut die Androgenrezeptoren eines Menschen funktionieren. Umso wichtiger ist es, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Mindestens sechs Monate vor einem Wettkampf müssen betroffene Athletinnen ihren Testosteronspiegel absenken und ihn so lange niedrig halten, bis sie nicht mehr in besagten Disziplinen starten wollen.

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Doch Semenya dopt nach jetziger Kenntnis nicht. Gold ging an Semenya, Silber an Francine Niyonsaba und Bronze an Margaret Wambui. Dabei bezweifeln einige Forschende, dass sich Athleten anhand des Hormons einem biologischen Geschlecht sinnvoll zuordnen lassen. Doch nicht nur Männer, auch Frauen reagieren auf das Hormon, das ihre Nebennieren und Eierstöcke in geringen Mengen herstellen. Eigentlich müsste man folglich nicht nur die Testosteronwerte, sondern auch die Rezeptorausstattung der Betroffenen überprüfen.

Bindet das im Blut zirkulierende Hormon an diese Rezeptoren, werden in den Zellen bestimmte Gene abgelesen. Ist Semenya ein Mann? Obwohl andere Teilnehmerinnen wie etwa die Schottin Lyndsey Sharp ihre persönlichen Bestzeiten knackten, hatten sie keine Chance auf eine Medaille. Dreimal Gold bei Weltmeisterschaften, zweimal Gold bei Olympia. Eine Missachtung des Privatlebens, überhaupt darüber zu sprechen? Den natürlichen Testosteronwert durch Medikamente senken, damit die Wettkämpferinnen doch noch teilnehmen können?

Testosteron, das wichtigste männliche Sexualhormon, ist für die Entwicklung der Geschlechtsorgane sowie weiterer männlicher Merkmale zuständig: tiefe Stimme, breite Schultern, Bart. Ein erstes Testosteronlimit wurde bereits festgelegt. Um weiterhin starten zu dürfen, mussten Semenya und andere ihren Hormonspiegel mit Medikamenten senken. Auf Leichtathletinnen kommen sieben mit dem Chromosomensatz XY. Das geht aus einer Studie von hervor, auf die sich auch die IAAF bezieht. Allerdings litt sie während dieser Zeit auch unter einer langwierigen Knieverletzung.

Weil sie wegen der umstrittenen »Testosteron-Regel« in ihrer Paradedisziplin auf Metern nicht antreten darf, wich die Olympiasiegerin auf die Langstrecke aus und scheiterte mehrfach an der Olympianorm. Da die Studie nicht explizit intersexuelle — beziehungsweise androgenresistente — mit nicht intersexuellen Sportlerinnen, sondern lediglich »höhere« mit »niedrigeren« Werten verglich, ist ihre Aussagekraft höchst umstritten.

Semenya klagte, wie zuvor Chand, vor dem Sportgerichtshof — und scheiterte. Eine teilweise oder komplette Androgenresistenz tritt hier also etwa mal häufiger auf als in der Gesamtbevölkerung. Zwar lief die Südafrikanerin ab etwas langsamere Zeiten als zuvor. Sie durfte weiterhin in der Frauenkategorie über und Meter starten. Die ebenfalls von der Regelung betroffene Sportlerin hatte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne Klage eingereicht und Recht bekommen.

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Zudem sei sie fehlerhaft, sagen Wissenschaftler, die den Datensatz nachträglich überprüften. Dennoch führte die IAAF Ende die neue Regelung auf Basis jener Studie ein. Arbeiten die Rezeptoren — auf Grund von Mutationen im verantwortlichen Gen — nur teilweise, können männliche Geschlechtsorgane und -merkmale verschieden stark ausgeprägt sein. Sharp wurde Sechste. Und: Womit ist die Ausweitung auf eine Meile und Meter, über die Semenya ebenfalls sehr erfolgreich war, gerechtfertigt? Um das herauszufinden, ordnete der Verband einen umfangreichen — und überaus umstrittenen — Geschlechtstest an.

Die Debatte darüber, welche Sportlerinnen und Sportler welchem Geschlecht angehören, hat diverse Fragen zu medizinischer Ethik und Menschenrechten aufgeworfen, die längst nicht beantwortet sind. Zahlreiche weitere Sportler und Sportlerinnen mit intersexuellen Anlagen sind von dieser Richtlinie betroffen.

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IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss teilte der Presse daraufhin mit: »Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu Prozent. Personen mit einer solchen partiellen Androgenresistenz kann man häufig nicht eindeutig als männlich oder weiblich einordnen; die Grenzen verschwimmen.

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Den Unterschied ignorieren? Eine Überproduktion männlicher Sexualhormone Hyperandrogenämie bei Frauen kann verschiedene Ursachen haben. Sie alle stehen auf der weltweit gültigen Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Warum sieht sie dann — zumindest teilweise — aus wie eine Frau?

Sind die Rezeptoren ganz defekt — man spricht von kompletter Androgenresistenz —, wächst das Kind zunächst als Mädchen auf. Darum produziert ihr Körper etwa genauso viel Testosteron wie der eines Mannes. Stattdessen sind in seinem Unterleib Hoden angelegt, wie bei Semenya. Die Antwort ist: Das Testosteron wirkt bei ihr nicht. Das müsste über eine Muskelbiopsie und Rezeptoranalyse geklärt werden«, sagt Horst Hohmuth, Androloge und Sportmediziner in Ulm.

In einer Pressemitteilung, die die IAAF anlässlich ihrer im Jahr angepassten Regelung veröffentlichte, schreibt der Verband lediglich, sie gelte für Athletinnen, die »die Möglichkeit haben, das in ihrem Körper zirkulierende Testosteron zu nutzen«. So kurbelt Testosteron beispielsweise den Aufbau von Muskelmasse und die Bildung roter Blutkörperchen an. Viele Gewebe, etwa Muskel- Blut- und Knochenzellen, haben Andockstellen dafür, die Androgenrezeptoren.

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Was soll das bedeuten? Semenya ist intersexuell. Sowohl im Ausdauersport als auch in der Bodybuilder-Szene ist man sich der Wirkung des »Power-Hormons« bewusst.

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In Anbetracht der vorgelegten Beweise sei sie aber ein »notwendiges, vernünftiges und angemessenes Mittel«, um die Integrität des Sports in den betroffenen Disziplinen zu erhalten. Das kann verschiedene Ursachen haben. Warum gilt das neue Limit dann nicht für die Disziplinen Hammerwurf und Stabhochsprung? Seit November gilt für den Testosteronspiegel ein Limit, das der Leichtathletik-Weltverband IAAF festgelegt hat: fünf Nanomol pro Liter. Die Begründung der Richter: Es sei nicht wissenschaftlich erwiesen, dass Athletinnen mit erhöhtem Testosteronwert einen Leistungsvorteil hätten.

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Bei Semenya liegt es am Chromosomensatz: Sie hat ein männliches und ein weibliches Geschlechtschromosom — X und Y. Genetisch gesehen ist sie demnach ein Mann. Sie trägt also sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale. Das ändert jedoch nichts an dem grundlegenden Problem des umstrittenen Testosteronwerts.

Auch Semenya lief fortan wieder ohne Behandlung und überbot ihre eigenen Bestleistungen.